Vielfalt - Offenheit - Toleranz

Als größter Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege im Freistaat Sachsen setzt sich der Paritätische Sachsen für eine bedarfsorientierte Sozial- und Bildungslandschaft ein, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die Attraktivität des Standortes Sachsen stärkt.

Eine starke Gemeinschaft für soziale Arbeit

Als eingetragener gemeinnütziger Verein wurde der Paritätische Sachsen 1991 gegründet und vereint heute rund 500 Mitgliedsorganisationen aus fast allen Bereichen der Sozial- und Bildungsarbeit unter seinem Dach. Die Mitglieder beschäftigen sachsenweit etwa 44.000 hauptamtliche Mitarbeiter*innen und werden von über 12.000 Ehrenamtlichen unterstützt. Gemeinsam betreiben sie rund 2.100 Einrichtungen und Dienste – von der Kindertagesstätte über Beratungsstellen bis hin zu Pflegeeinrichtungen, freien Schulen und Bildungsprojekten.

Alle Mitgliedsorganisationen sind gemeinnützige Vereine oder Gesellschaften, die ihre Arbeit an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Die Vielfalt der Mitglieder prägt das besondere Gesicht des Verbandes: Große und kleine Organisationen, verschiedene Ansätze und Konzepte, etablierte Träger und neue Initiativen arbeiten auf Augenhöhe zusammen.

Aufgaben und Arbeitsweise

Der Paritätische Sachsen betreibt selbst keine eigenen Einrichtungen, sondern versteht sich als Dachverband, der seine Mitglieder professionell unterstützt. Er berät sie fachkompetent, organisiert Informationsaustausch, initiiert Kooperationen und vertritt deren Interessen im Sinne einer bedarfsorientierten Infrastruktur. Dabei sorgt er für Vernetzung zwischen den Organisationen und bildet die Vielfalt verschiedener Konzepte und Ansätze ab. Der Verband versteht sich dabei als Plattform, auf der die Vielfalt der Angebote und die verschiedenen Arbeitsmethoden der Mitgliedsorganisationen zum Vorteil aller Beteiligten zusammenkommen. Die Vielfalt ist gleichzeitig ein Fundus an Erfahrungen und Wissen.

Interessenvertretung

Der Paritätische Sachsen stellt Politik und Verwaltung sein Wissen, seine Kompetenzen und Praxiserfahrungen zur Verfügung. Als Berater und Multiplikator ist er breit vernetzt und arbeitet in verschiedenen Gremien auf Landes- und Kommunalebene mit. Der Verband wirkt zudem in Bündnissen und gestaltet aktiv Netzwerke. Auf der Grundlage seines breiten Wissens weist der Paritätische auf Problemlagen hin und unterbreitet Lösungsvorschläge.

Leitmotive und Ziele

Die Arbeit des Paritätischen Sachsen wird von den Leitmotiven Offenheit, Vielfalt und Toleranz geprägt. Seine Hauptziele sind:

  • Das gesellschaftliche Miteinander und die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zu fördern,
  • eine bedarfsorientierte soziale Infrastruktur zu erhalten und weiterzuentwickeln sowie
  • die Mitgliedsorganisationen in ihrer Arbeit für die jeweiligen Zielgruppen zu stärken.

Organisation und Finanzierung

Der Verband ist mit einer Landesgeschäftsstelle in Dresden sowie drei Regionalgeschäftsstellen in Dresden, Leipzig und Chemnitz in allen Regionen Sachsens präsent. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich über Mitgliedsbeiträge, ergänzt durch öffentliche Fördermittel.

Der Paritätische Sachsen bündelt regionale Erfahrungen und Kompetenzen und arbeitet nah an und mit den Menschen. So trägt er dazu bei, dass soziale Arbeit für ein Mehr an Selbstbestimmung jedes Einzelnen geleistet werden kann.

Weiterführende Informationen

Soziale Arbeit für andere

Der PARITÄTISCHE ist ein Wohlfahrtsverband von eigenständigen Organisationen, Einrichtungen und Gruppierungen der Wohlfahrtspflege, die Soziale Arbeit für andere oder als Selbsthilfe leisten.

Toleranz, Offenheit und Vielfalt

Getragen von der Idee der Parität, d.h. der Gleichheit Aller in ihrem Ansehen und ihren Möglichkeiten, getragen von den Prinzipien der Toleranz, Offenheit und Vielfalt, will der PARITÄTISCHE Mittler sein zwischen Generationen und zwischen Weltanschauungen, zwischen Ansätzen und Methoden Sozialer Arbeit, auch zwischen seinen Mitgliedsorganisationen.

Soziale Gerechtigkeit

Der PARITÄTISCHE ist der Idee sozialer Gerechtigkeit verpflichtet, verstanden als das Recht eines jeden Menschen auf gleiche Chancen zur Verwirklichung seines Lebens in Würde und der Entfaltung seiner Persönlichkeit.

Einsatz für soziale Belange

Der PARITÄTISCHE fördert das soziale Engagement für den anderen und den Einsatz für die eigenen sozialen Belange. Er hilft den Betroffenen, ihre Interessen zu formulieren, vorzutragen und durchzusetzen.

Lobby für Benachteiligte

Der PARITÄTISCHE vertritt mit seinen Mitgliedsorganisationen, insbesondere die Belange der sozial Benachteiligten und der von Ungleichheit und Ausgrenzung Betroffenen oder Bedrohten.

Gesellschaft mitgestalten

Der PARITÄTISCHE wirkt auf eine Sozial- und Gesellschaftspolitik hin, die die Ursachen von Benachteiligung beseitigen, ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen und sachgerechte Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße Soziale Arbeit schaffen soll.

(Verabschiedet von der Mitgliederversammlung des Gesamtverbandes am 27. Oktober 1989.)

Die aktuelle Version der Satzung gründet auf dem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 11. September 2024.

Auszug:

§ 2 Verbandszweck

Der Verband ist Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege. In ihm schließen sich gemeinnützige und mildtätige soziale Organisationen zusammen, um sachkundig und zeitgerecht, ohne parteipolitische oder konfessionelle Bindungen, soziale Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft und der einzelnen Menschen zu leisten. Der Verband wahrt und fördert die Eigenständigkeit seiner Mitglieder. Er bejaht die Vielfältigkeit der sie zu ihrer sozialen Arbeit bewegenden Gründe und übt unter Wahrung dieser Selbständigkeit und der Eigenart seiner Mitglieder Ordnungs- und Koordinierungsfunktionen aus. Er unterstützt sie bei der Suche nach neuen Wegen in der Wohlfahrtspflege. Er erwartet von seinen Mitgliedern gegenseitige Toleranz, Rücksichtnahme, Förderung und Ergänzung. Er ist offen für gemeinnützige soziale Vereinigungen, deren Ziele und Methoden an den Geboten der Menschlichkeit ausgerichtet sind.

(2) Der Verband fördert und repräsentiert seine Mitglieder in ihrer fachlichen Zielsetzung und vertritt sie in ihren rechtlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zielen. Dazu obliegt es ihm insbesondere:

  • seine Mitgliedsorganisationen zu beraten, zu informieren sowie deren Interessen und ihre fachlich methodische soziale Arbeit und Bildungsarbeit zu fördern
  • die Mitgliedsorganisationen unter Wahrung ihrer Eigenständigkeit zu vertreten
  • die Gründung und den Betrieb von Einrichtungen der sozialen Arbeit zu unterstützen
  • die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsorganisationen untereinander, mit anderen Verbänden und den staatlichen Institutionen zu fördern
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mitgliedsorganisationen aus- und fortzubilden
  • soziales Engagement und wohlfahrtspflegerische Aktivitäten von Bürgerinnen und Bürgern zu wecken, zu entwickeln und anzuerkennen;
  • ehrenamtliche Arbeit zu entwickeln und zu fördern
  • Untersuchungen und Weiterentwicklungen der sozialen Arbeit durch Wissenschaft anzuregen und zu fördern
  • Mitgliedsorganisationen und die Öffentlichkeit über die Arbeit zu informieren und die Mitgliedsorganisationen durch Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen
  • für Mitgliedsorganisationen Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen.

(3) Der Verband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung 1977 in der jeweils gültigen Fassung.

(4) Der Verband kann in begründeten Ausnahmen auch selbst wohlfahrtspflegerische Einrichtungen schaffen und unterhalten. Dies erfolgt in Abstimmung mit regional tätigen Mitgliedsorganisationen. Der Verband darf dabei nicht in Konkurrenz zu seinen Mitgliedsorganisationen treten.

(5) Der Verband kann Projekte im Ausland unterstützen und selbst durchführen. Auch insoweit darf er nicht in Konkurrenz zu seinen Mitgliedsorganisationen und auch nicht zu Mitgliedsorganisationen anderer Landesverbände des Paritätischen Gesamtverbandes oder zu überregionalen Mitgliedsorganisationen des Gesamtverbandes treten.

(6) Der Paritätische Sachsen wirkt mit anderen Körperschaften planmäßig zusammen.

LINK Satzung-PDF

Die Mitgliederversammlung ist das höchste Gremium des Paritätischen Sachsen. Sie kommt in der Regel einmal jährlich zusammen und bestimmt die Richtlinien der Verbandsarbeit.

Ein ehrenamtlicher Landesvorstand führt die Geschäfte des Landesverbandes, soweit diese nicht der hauptamtlichen Landesgeschäftsführung übertragen wurden. Grundlegend ist der Landesvorstand für alle Aufgaben verantwortlich, die sich aus der Satzung und aus Beschlüssen der Mitgliederversammlung ergeben.

Die Landesgeschäftsführung führt die laufenden Geschäfte des Verbands und leitet die Landesgeschäftsstelle. Sie ist als Doppelspitze aus Landesgeschäftsführung und kaufmännischer Geschäftsführung organisiert.

Fachreferate begleiten und beraten Mitgliedsorganisationen. Zudem moderieren sie die innerverbandliche Willensbildung und bereiten verbandliche Positionen sowie Lösungsvorschläge für die Politikberatung vor. Sie stehen im Kontakt mit Politik, Verwaltung, Fachverbänden und Wissenschaft. Die Referent*innen sind zudem in verschiedenen Gremien auf Bundes- und Landesebene aktiv. Die Fachreferate sitzen in der Landesgeschäftsstelle in Dresden.

Regionalgeschäftsstellen sind in den Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaates unterwegs. In Abstimmung mit den Fachreferaten begleiten sie Mitgliedsorganisationen vor Ort und sind zugleich Partner der regionalen Politik und Verwaltung. Die Regionalleiter*innen wirken in regionalen Gremien mit.

Die Paritätische Akademie Sachsen organisiert ein breites Weiterbildungsangebot für die Mitarbeitenden der Mitgliedsorganisationen. Dabei orientiert sie sich an aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen für die Sozial- und Bildungsarbeit. Das Bildungsangebot steht auch Nichtmitgliedern offen.

LINK zum Organigramm.

Ein ehrenamtlicher Landesvorstand führt die Geschäfte des Landesverbandes, soweit diese nicht der hauptamtlichen Landesgeschäftsführung übertragen wurden. Das Gremium ist grundlegend für alle Aufgaben verantwortlich, die sich aus der Satzung und aus Beschlüssen der Mitgliederversammlung ergeben. Der Landesvorstand wird alle vier Jahre durch die Mitgliederversammlung gewählt. Näheres zum Landesvorstand ist in §11 der Verbandssatzung, in der Vorstandsgeschäftsordnung sowie in der Wahlordnung geregelt.

Der amtierende Landesvorstand wurde in der Mitgliederversammlung 2022 gewählt. 

Landesvorsitz

Christian Kamprad, Landesvorsitzender
Jens Juraschka, stellvertretender Landesvorsitzender
Burkart Preuß, stellvertretender Landesvorsitzender

Vorstandsmitglieder

Uwe Adamczyk
Bianca Bretschneider
Holger Herzog
Steffen-Claudio Lemme
Eric Maes
Martin Maciejewski
Cornelia Ruß-Hempel

Aufgabe des Beirates ist es, grundsätzliche Fragen der Wohlfahrtspflege zu erörtern und Stellungnahmen zu wesentlichen Vorhaben des Paritätischen Landesverbandes abzugeben. Gleichzeitig ist er ein wichtiges Instrument der Vernetzung über den Bereich der Wohlfahrtspflege hinaus. Daher setzt sich der Beirat aus Personen des öffentlichen Lebens, der Politik und Verwaltung sowie der Wissenschaft zusammen. Er wird vom Landesvorstand für jeweils eine Vorstandslegislatur berufen.

Beiratsvorsitz

Silke Heinke, Leiterin Landesvertretung Sachsen des Verbands der Ersatzkassen e.V (Beiratsvorsitzende)

Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (stellvertretender Beiratsvorsitzender)

Beiratsmitglieder

Alexander Dierks (MdL), CDU, Landtagspräsident
Prof. Dr. Dr. Ralf Evers, Evangelische Hochschule Dresden
Simone Lang (MdL), SPD
Christin Melcher (MdL), Bündnis90/DIE GRÜNEN
Dorothee Obst, Bürgermeisterin Stadt Kirchberg
Dr. Christian Papsdorf, Digitalagentur Sachsen
Mirjam Philipp, Verband der Sächsischen Wohnungsgenossenschaften e.V.
Susanne Schaper (MdL), Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. Sachsen
Prof. Dr. Peter M. Wald, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur
Professorin Ivonne Zill-Sahm, Evangelische Hochschule Dresden